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Fortschritt Das Kapital im Kopf

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Geschäftsmodell Gehirn Quelle: Science Photo Library: Kate Jacobs

Industrie und Forschung basteln an technischen Updates für unser Gehirn. Der Übergang zum Neurokapitalismus wird mehr verändern als Geschäftsmodelle.

Mary Lou Jepsen braucht nur drei Minuten, um die Revolution auszurufen. So lange dauert der Pitch der Openwater-Chefin auf der DLD-Konferenz in München, um zu erklären, wie ihr Unternehmen das Denken revolutionieren will. Die 53-jährige Seriengründerin, Professorin der Tech-Elite-Uni MIT und ehemalige Mitarbeiterin von Google und Facebook, will das Gehirn als unbekanntes Terrain technisch erobern. Openwater, gegründet 2016, entwickelt bildgebende Verfahren, um in den Kopf hineinzuhören und -zuschauen. Das technische Equipment soll in ein Stirnband oder einen Hut passen, der Prototyp im nächsten Jahr, das marktreife Produkt 2020 fertig ein. „Unser Moonshot ist die Telepathie“, sagt Jepsen. Kommunizieren durch Denken, das ist für sie die Traumvorstellung einer drahtlos vernetzten Zukunft, in der Gehirne mit Gehirnen sprechen. In München freilich bleiben zunächst einmal überforderte Gehirne zurück im Publikum, das sich mehrheitlich fragt, ob Science und Fiction jetzt endgültig zusammenwachsen.

 
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