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Pharmaindustrie Bei Tod: Geld zurück

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Die Pharmaindustrie reagiert auf die Kritik sie wolle mit teuren Medikamenten und Therapien nur Rendite machen, ohne Rücksicht auf das Patientenwohl. Die Pharmabranche bietet deshalb jetzt ein ganz neues Bezahlmodell an, das die Gesundheitsbranche grundlegend verändern könnte: Künftig gibt es oft nur noch Geld, wenn das Medikament wirkt. Ein Geschäft mit Tücken. Quelle: Getty Images

Die Pharmaindustrie reagiert auf die Kritik an hohen Pillenpreisen. Künftig gibt es oft nur noch Geld, wenn das Medikament wirkt – ein Geschäft mit Tücken.

Die erste Patientin war sechs Jahre alt – und die Hoffnung, dass sie überleben werde, gering. Die Ärzte an der Kinderklinik in Philadelphia wagten einen letzten Versuch, den aggressiven Blutkrebs zu bekämpfen. Sie entnahmen dem Mädchen Blut und programmierten die Zellen gentechnisch um. Dann setzten die Mediziner sie wieder in den Körper ein. Die Gentherapie gelang: Die modifizierten Zellen erkannten bösartige Krebszellen und zerstörten sie. Emily Whitehead, die Patientin von damals, ist seit sechs Jahren krebsfrei – aufgrund einer einzigen Behandlung.

Dank Kymriah, der Gentherapie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, überleben sechs von zehn Kindern einen Leukämie-Rückfall – bei einer Chemotherapie sind es nur ein oder zwei Patienten. Seit 2018 ist Kymriah in Deutschland zugelassen. Die Schattenseiten: Eine Heilung ist möglich, aber nicht garantiert. Ein Teil der Patienten kämpft mit lebensbedrohlichen Nebenwirkungen, etwa einer Überreaktion des Immunsystems. Und die Therapie ist sehr teuer: 320.000 Euro kostet die Behandlung.

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