Künstliches Öko-Benzin Synthetische Kraftstoffe haben einen Haken

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Führt kein Weg mehr am E-Auto vorbei oder lässt es sich auch mit Verbrennungsmotor fast emissionsfrei fahren? E-Fuels sollen das hinbekommen und den Autobauern Zeit verschaffen. Realistische Zukunftsvision oder nur ein Hype?

Eine Wasserstofftankstelle Quelle: obs

Ein Wunder würde natürlich alles leichter machen. Der mühsame Weg zum Elektroauto, die teure Entwicklung von Batterien, die größere Reichweite ermöglichen, skeptische Kunden, denen das E-Mobil bisher zu teuer ist - den Autobauern dürfte eine Technologie willkommen sein, die helfen könnte, die Zeit bis zum Durchbruch zu überbrücken. Auftritt des „Wunder-Diesels“, eines synthetischen Kraftstoffs, der bei der Verbrennung nicht mehr CO2 ausstößt, als bei seiner Produktion verbraucht wurde.

Spätestens seitdem die Grünen über ein Aus des Verbrennungsmotors ab 2030 orakeln, wird ein solches Wunder von der Branche wohl insgeheim herbeigesehnt. Über „faszinierende Perspektiven“ jubelte jüngst der Cheflobbyist der deutschen Autobranche, Matthias Wissmann.

Aber das Ganze dürfte noch etwas auf sich warten lassen. Audi-Experte Hermann Pengg beispielsweise geht davon aus, dass aus erneuerbaren Stromquellen produzierter E-Diesel in den kommenden fünf bis zehn Jahren bei den Herstellungskosten noch immer mehr als doppelt so teuer sein dürfte wie herkömmlicher Diesel.

 
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