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Fehlende Investitionen Wie Europa bei Batteriezellen in Abhängigkeit gerät

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Batteriezellen Quelle: Daimler

Europa verschläft den Aufbau einer Batteriezellenfertigung. Bald wird ein Oligopol von Herstellern aus Fernost der Autoindustrie die Bedingungen diktieren – und zahlreiche Mittelständler im Regen stehen lassen.

Mitten im polnischen Nirgendwo, 18 Kilometer südlich von Breslau, taucht hinter einstigen Kolchosen und endlosen Kiefernwäldern plötzlich eine gigantische Fabriklandschaft im Winternebel auf. Metallzäune säumen das riesige Areal, behütet wie ein Staatsgeheimnis.

Wer durch das Werkstor will, muss sein Gepäck durchleuchten lassen und durch einen Metalldetektor. Viele Koreaner sind unter den Arbeitern, die meisten tragen signalgelbe Warnwesten. Es ist gerade Mittagspause. Ein Pizzabote nähert sich mit dampfenden Kartons dem Eingang. „He“, ruft einer der Arbeiter den Kollegen am Werkstor zu, „lasst ihn nicht alleine rein. Sonst rennt der wieder auf dem ganzen Gelände rum.“

Auf 41.300 Quadratmetern, einer Fläche von sieben Fußballfeldern, baut LG Chem aus Südkorea hier gerade eine Fertigung für Lithium-Ionen-Batteriezellen auf. Bisher werden die Zellen nur in Japan, Südkorea, China und in der Wüste Nevadas produziert.

 
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