Autozulieferer gegen Konzerne Opfer der eigenen Preisdrückerei

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Autobauer fürchten die Macht der Familie Hastor beim Zulieferer Grammer – und um ihre Margen. Selber schuld.

Protest-gegen-Übernahmepläne-der-Familie-Hastor Quelle: dpa

Es waren ungewöhnlich parteiische Worte für eine Ministerin: „Hastor gefährdet die Zukunft von Grammer“, tönte es aus dem bayrischen Wirtschaftsministerium. Ressortchefin Ilse Aigner stimmte damit ein in das Gejammer der Autobauer, die sich vor der Machtübernahme durch die Familie Hastor bei dem für die Branche so wichtigen bayrischen Zulieferer Grammer fürchteten.

Grammer ist kein Einzelfall. Bei jedem Autozulieferer, auf den die hartnäckig agierenden Außenseiter aus Bosnien zugreifen, so die Angst der Autobauer, könnten im Konfliktfall die Bänder stillstehen, und mit ihnen dann wenig später die Produktionsstraßen in den Automobilwerken. So wie zuletzt im August, als zwei Zulieferer aus dem Portfolio der Familie Hastor die Belieferung des Volkswagen-Konzerns stoppten. Damals hatte es Streit über Aufträge und Entwicklungskosten gegeben. Tausende VW-Mitarbeiter arbeiteten kurz. Um den Druck zu erhöhen, soll ein Hastor-Zulieferer Forderungen an einen zweiten abgetreten haben – gemeinsam sind wir stark. Ein Kampf mit harten Bandagen, keine Frage.

 
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