Balzlis Einblick
Daimler CEO Dieter Zetsche Quelle: REUTERS

Autobauer, macht euch ehrlich!

Die Autoindustrie muss beim Thema Dieselgate endlich reinen Tisch machen. Sonst züchtet sich Deutschlands Schicksalsbranche noch mehr politische Gegner.

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Der Superlativ ist ihr Kerngeschäft. Keiner ist profitabler und innovativer. Und keiner ist defensiver als die Autokonzerne. Superstar Dieter Zetsche lieferte diese Woche den Beleg. Er musste beim Verkehrsminister antanzen. Das wäre eine Chance gewesen. Der Daimler-Chef hätte reinen Tisch machen können. Er hätte sich mitten im Dieselskandal dahin setzen können, wo er am liebsten sitzt – in den driver seat. Er hätte sich als CEO präsentieren können, der alles unternehmen wird, um Fehler zu korrigieren und seine Kunden zufriedenzustellen. Stattdessen ließ er sich von einer Meute Juristen beraten statt vom gesunden Menschenverstand. Das klang dann so: „Offene Rechtsfragen werden noch im Widerspruchsverfahren geklärt.“

 
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