Musterverfahren wegen Porsche-Übernahme "Es geht um eine gezielte Täuschung des Marktes"

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Die Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen kostete Anleger in der Summe mehrere Milliarden Euro. Am Donnerstag beginnt ein Musterverfahren von 42 Klägern. Ein Anwalt drängt in vier Punkten auf Klarheit.

Anleger fordern von der Porsche SE Schadenersatz in Milliardenhöhe. Quelle: dpa

Die Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen schlug in den Jahren 2005 bis 2009 hohe Wellen. Es kam zu extremen Kursschwankungen der VW-Aktie, von denen Porsche profitierte, die andere VW-Aktionäre aber einen zweistelligen Milliardenbetrag kostete. 2009 musste der Angriff des hoch verschuldeten Unternehmens Porsche auf Volkswagen abgebrochen werden, Porsche wurde von VW gerettet. Der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nahm seinen Hut.

Kam es bei dem spektakulären Übernahmeversuch und den Kursturbulenzen zu Straftaten? Genauer: Manipulierte Porsche mit falschen Informationen den Aktienmarkt zu seinen Gunsten? Diesem Verdacht ging das Landgericht Stuttgart ab 2015 in einem aufsehenerregenden Strafverfahren nach. Der Prozess, in dem Zeugen erstaunliche Erinnerungslücken aufwiesen, endete 2016 mit einem Freispruch für Wiedeking und den mitangeklagten früheren Finanzvorstand von Porsche, Holger Härter.

 
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