Rennsport Wer braucht noch die Formel 1?

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Neueigentümer Liberty verpasst der Formel 1 einen neuen Kurs: Digitaler, billiger und amerikanischer soll sie werden. Doch in Zeiten von Diesel- und Abgasskandalen wirkt das PS-Spektakel wie ein Fest der Dinosaurier.

Wohin steuert die Formel 1? Quelle: dpa

Auf einem Abhang in den Ardennen sitzen Henk und Marcel auf Faltsesseln und warten auf ihren Helden. Es ist kurz vor zehn Uhr morgens, die Mittsechziger schlürfen Kaffee aus Thermosbechern. Für Max Verstappen, den 20-jährigen Formel-1-Rennfahrer aus dem Team Red Bull, sind sie am Vorabend aus dem Norden Hollands 300 Kilometer angereist und haben auf dem Campingplatz übernachtet. Die Rennstrecke von Spa-Francorchamps im Osten Belgiens ist ihr Klassiker auf dem Motorsport-Kalender, selbst zum Training fahren sie hierher, so wie heute.

Der Rasen ist noch feucht vom Morgentau, als unten endlich Verstappen mit 320 Sachen im schwarz lackierten Boliden mit dem roten Bullen in die Gerade rast. Henk und Marcel schauen auf. Schon ist der Holländer, der auf Rang sechs der Fahrerwertung rangiert, wieder hinter der nächsten Kurve verschwunden.

 
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