Umstellung auf WLTP Deutsche Premiumautos werden als Schluckspechte entlarvt

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Quelle: dpa

Etliche Autohersteller haben einen Verkaufsstopp für einen Teil ihrer Modelle verhängt und machen dafür Engpässe auf Abgasprüfständen verantwortlich. Doch der wahre Grund ist ein anderer.

Das Porsche-Modell ist ausgewählt, es soll der Geländewagen Cayenne sein. Die Motorisierung ist auch klar: die Turbo-Variante mit 550 PS. Doch wer in diesen Tagen die Internetseite des Autobauers aufsucht, um den Wagen nach seinen Vorlieben zusammenzustellen, erlebt eine böse Überraschung: „Das von Ihnen ausgewählte Modell ist aufgrund einer anstehenden Modellrevision kurzzeitig nicht als frei konfigurierbarer Neuwagen erhältlich“, warnt der Hersteller. Den Cayenne Turbo können Kunden derzeit also nicht nach eigenen Wünschen zusammenstellen, sondern müssen nehmen, was beim Porsche-Händler noch so herumsteht.

Ein Verkaufsstopp für die Turbo-Variante wäre schon für sich genommen extrem ungewöhnlich. So eine Lücke im Angebot verprellt nicht nur Kunden. Es kann auch schnell die Bilanz eines Unternehmens in Schieflage bringen: Der Umsatz des Modells geht auf null, die Kosten etwa für Löhne und Fabriken laufen jedoch weiter.

 
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