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Volkswagen Audi im Auge des Sturms

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Wenn VW irgendwann wieder über Autos statt Skandale reden möchte, muss jetzt alles auf den Tisch.

Quelle: dpa

Die Ertragsperle Audi soll von Dieselgate abgeschirmt werden, das ist oberste Strategie bei Volkswagen. Denn von den Gewinnen der Edelmarke lebt fast der halbe Konzern. Lange schien die Strategie aufzugehen: US-Staatsanwälte identifizierten Audi-Labors als den Geburtsort der VW-Betrugssoftware, frühere Bosch-Mitarbeiter entlarvten die Ingolstädter als die wichtigsten Komplizen beim Betrug (WirtschaftsWoche 35/2016) – und doch blieb es vergleichsweise ruhig um die VW-Premiumtochter. Mit den Razzien der Münchner Staatsanwaltschaft bei Audi in dieser Woche hat sich das geändert.

Es wird immer unverständlicher, warum VW-Chef Martin Winterkorn gehen musste, Audi-Chef Rupert Stadler aber nicht. Und die nächsten Einschläge sind schon abzusehen: Auch beim Spritverbrauch und CO2-Ausstoß hat Audi womöglich betrogen, die USA und das Kraftfahrtbundesamt ermitteln. Zudem scheinen Ex-Audianer die Mitwisserschaft des Vorstands beim Abgasbetrug belegen zu können. Liebe VW-Aufsichtsräte, Zeit für einen Plan B bei Audi-Gate! Die Salamitaktik funktioniert nicht.

 
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