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Bremer Landesbank Spielzeug der Politik

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Die Bremer Landesbank ist in Schieflage geraten. Wäre eine Abwicklung am Ende die beste Lösung?

Neues Hauptgebäude der Bremer Landesbank. Quelle: dpa

Unter den Augen der Landesregierung, deren Vertreter im Aufsichtsrat sitzen, hat die Bremer Landesbank trotz schwelender Schifffahrtskrise jahrelang in überdimensionierte Tonnage investiert. Das gefährliche Engagement wurde entweder geduldet oder gefördert. Schließlich ist die maritime Wirtschaft eines der wenigen Aushängeschilder des klammen Bundeslandes. Es gehört gewissermaßen zur Bremer Stadtstaatsräson, dass die Schifffahrt mit industriepolitischen Mitteln über Wasser gehalten werden muss.

Kurs der Bremer-Landesbank-Anleihe. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Dem Spiel ein Ende bereitete erst die Europäische Zentralbank, seit 2014 auch für die Bankenaufsicht in der Euro-Zone zuständig. Sie hat die Risiken des öffentlich-rechtlichen Kreditinstituts endlich auffliegen lassen. Im März präsentierten die Aufseher den Bremer Bankern eine Rechnung von 700 Millionen Euro in Form von Abschreibungen auf marode Schiffskredite. Das war zu viel für die Bank mit ihrer überschaubaren Bilanzsumme von 30 Milliarden Euro. Als Retterin muss jetzt wohl die niedersächsische Landesbank Nord/LB herhalten, die ihrerseits unter problematischen Schiffskrediten ächzt.

 
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