Deutsche-Bank-Investor Der Ausverkauf bei HNA beginnt

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Die Chinesen gehen: Nach einer wilden Expansion tritt HNA (hier Gebäude in Peking) nun den Rückzug an. Quelle: Getty Images

Die Lage des hoch verschuldeten Großaktionärs der Deutschen Bank spitzt sich zu. Nun verkauft er Beteiligungen im Wert von mehreren Milliarden Euro. Ob das reicht, ist fraglich.

Groß gedacht hat Christian Angermayer schon immer. Mit der von ihm als Student gegründeten Finanzgruppe ABL wollte er einst eine deutsche Variante der US-Investmentbank Goldman Sachs schaffen. Das Vorhaben scheiterte, ABL geriet finanziell in Schieflage und wurde Ende 2012 aufgelöst. An Angermayers Umtriebigkeit hat das nichts geändert.

Im Urlaub in Südamerika, so hat er es jedenfalls Bekannten erzählt, dachte er gemeinsam mit Vertrauten intensiv über den beklagenswerten Zustand der Deutschen Bank nach. Sie entsannen sich des chinesischen Mischkonzerns HNA, zu dessen Repräsentanten Kontakte bestanden. Angermayer vermittelte Gespräche und tatsächlich stieg HNA Anfang 2017 bei der Bank ein. Für beide Seiten schien die Symbiose perfekt. Die Bank bekam einen scheinbar stabilen Anteilseigner, der ihre Kapitalprobleme löste. Und HNA beteiligte sich an einem immer noch prestigeträchtigen Weltkonzern, der auf dem Weg der Erholung schien.

 
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