Air Berlin Den Flugzombie aus dem Markt klagen

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Air Berlin fliegt mit Dumpingpreisen hohe Verluste ein. Die Konkurrenten sehen nur zu – ein Fehler.

Flugzeuge von Air Berlin. Quelle: dpa

Hat ein Unternehmen das letzte Hab und Gut verkauft, führt der Weg zum Konkursrichter. Normalerweise. Aber Air Berlin ist nicht normal. Deren Eigenkapital ist zwar seit 2013 negativ. Gerade hat Deutschlands zweitgrößte Airline den letzten ihrer einst gut 80 Jets verkauft und zurückgeleast. Dieses Verfahren wirkt wie eine Droge: Dem kurzen Hoch beim Kapital folgt bald der Kater in Form höherer Finanzierungskosten. Die Bank HSBC sieht Air Berlin schon bei dem für Untote reservierten Aktienkurs von einem Cent.
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Trotzdem fliegt Air Berlin munter weiter. Alle Welt baut darauf, dass Haupteigentümerin Etihad aus Abu Dhabi für die Rechnungen geradesteht. Das erbost vor allem deutsche Konkurrenten. Denn Air Berlin kann dank Rückendeckung der arabischen Staatslinie Kampfpreise bieten, im ersten Quartal 2016 pro Passagier im Schnitt mindestens 33 Euro unter der Gewinnschwelle.

 
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