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Ausbildung Der Zauber des Bäckerhandwerks lebt – ohne Nachtarbeit

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In vielen Firmen ist der Beruf nicht mehr das, was er mal war. Quelle: PR

Viele Bäckereien schließen, weil Nachwuchs fehlt. Wie es anders geht, zeigen ein Konditormeister und eine Brotfabrik von 1871: Zurück zur alten Brotbackkunst, digitale Helfer und menschenfreundliche Arbeitszeiten.

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Das mit den Sonnenblumenkernen sei ihr Lieblingsbrot, sagt Ulrike Detmers und greift einen dunklen Laib aus dem Regal. Der ist in Scheiben geschnitten und in Plastik verpackt, die Folie ziert das Bild einer jungen, blonden Joggerin. Neben ihr prangt das Logo des Herstellers Mestemacher, des Weltmarktführers für „ungeöffnet langhaltbare Westfälische Pumpernickel, Vollkornbrote und internationale Spezialitäten“, wie Chefin Detmers stolz sagt. Die Bäckerei gibt es seit 148 Jahren, seit 1985 gehört sie ihrer Familie.

Was nach Handwerk und Tradition klingt, hat damit aber herzlich wenig zu tun. Die moderne Mestemacher-Fabrik in Gütersloh verschickt täglich Tausende nahezu identischer Pakete, die dann in Supermärkten in ganz Deutschland und im Ausland landen. Neben Sonnenblumen stapeln sich auch exotischere Varianten wie Grünkern, Karotteneiweiß und Quinoa im Regal. Individuell ist an ihnen nichts. Sie sind Endprodukte industrieller Massenfertigung.

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