Bezahlfernsehen Fußball-Goldrausch vergrätzt Wirte und Fans

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Preiserhöhungen von gut 80 Prozent können die wenigsten Firmen durchsetzen - die Deutsche Fußball Liga hat es beim Verkauf der Bundesliga-Fernsehrechte geschafft. Das sorgt für Unmut.

Sky darf nicht mehr alle Bundesligaspiele übertragen, so die Anordnung des Bundeskartellamts. Quelle: dpa

Für die Bundesliga-Vereine ist es ein Bombengeschäft, für viele Fans vor den Fernsehschirmen dagegen unbequem bis ärgerlich. Am Freitag beginnt die von vielen sehnlichst erwartete neue Saison mit dem Auftaktspiel Bayern gegen Leverkusen. Doch live Fußballgucken wird in der neuen Saison teurer und komplizierter.

Zu verdanken haben die Fans das dem Bundeskartellamt und der Deutschen Fußball Liga (DFL), die bei der Vergabe der Fernsehrechte Preiserhöhungen von über 80 Prozent durchgesetzt hat. In den vergangenen Jahren galt eine einfache Regel: „Alle Spiele, alle Tore“ beim Bezahlsender Sky. Doch auf Anordnung des Bundeskartellamts darf nicht mehr ein Sender sämtliche Spiele übertragen.

Der DFL kam das sehr gelegen, denn sie konnte die Übertragung der ersten Bundesliga nun gewinnbringend an zwei konkurrierende Bezahl-Sender verkaufen: Neben Sky kam der US-Konzern Discovery Networks mit seinen Eurosport-Sendern zum Zug. Daneben gibt es noch viele weitere Verwertungspakete, so wird das Auftaktspiel vom ZDF übertragen.

 
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