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Billigflieger Preiswert war gestern – Kunden zahlen drauf

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Warum das Geschäftsmodell von Eurowings, Ryanair und Co. nicht mehr funktioniert Quelle: Illustration: Jörn Kaspuhl

Nach dem Chaos-Sommer mit Rekordverspätungen stoßen die Discountairlines an ihre Wachstumsgrenzen. Steigende Spritkosten, überlastete Flughäfen und Managementfehler belasten die Bilanzen. Nun wird gespart, getrickst und an der Preisschraube gedreht – zulasten der Kunden.

Wenn Knut Schneider über die Wirtschaft seiner Region redet, müsste er eigentlich nur schwärmen. Als Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Simmern im Hunsrück gehört es zu seiner Jobbeschreibung, die positiven Perspektiven der Gegend hervorzuheben. Doch Schneider, ein hochgewachsener Betriebswirt im grauen Anzug, spricht Klartext. Dem Flughafen Hahn habe bislang „einfach ein Grundkonzept“ gefehlt, sagt der 49-Jährige – und er habe sich „zu stark auf Billigflieger und vor allem auf Ryanair verlassen“.

Ryanair und Hahn, das klang tatsächlich mal wie eine Verheißung, für Reisende und für die Menschen im Hunsrück, nach einer großen Zukunft des Billigfliegens – nach halb Europa für 29 Mark. Der ehemalige US-Militärflugplatz sollte ein Jobmotor für die ganze Region sein; heute schreibt Hahn jedes Jahr bis zu 45 Millionen Euro Verlust. Das Land Rheinland-Pfalz hat im Herbst 2017 seine Anteile an den chinesischen Investor HNA verkauft, inzwischen selbst ein Krisenfall.

 
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