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Deutsch-brasilianischer Familienkonzern Wie Odebrecht seinen Ruf für immer ruinierte

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Odebrecht: Aufstieg und Fall eines deutschen Familienkonzerns. Quelle: REUTERS

Der brasilianische Konzern Odebrecht sah sich eine Liga über seinen Konkurrenten. Doch Korruption gehörte von Anfang an zum Geschäftsmodell des größten Privatkonzerns Lateinamerikas. Der Insolvenzantrag jetzt dürfte das Ende des Konglomerats besiegeln.

Es ist das Ende einer deutschen Unternehmenssaga, wie sie weltweit einzigartig ist: Der brasilianische Mischkonzern Odebrecht hat Insolvenzantrag gestellt. Es war noch vor vier Jahren der mit Abstand größte private Konzern Lateinamerikas. 50 Milliarden Dollar Umsatz machte der Konzern, bei acht Milliarden Dollar Gewinn vor Steuern und 194.000 Mitarbeitern. Eine ganz eigene Unternehmenskultur hat den deutschstämmigen Familienkonzern so groß werden und schließlich so spektakulär scheitern lassen: Eine Mischung aus protestantischer Arbeitsethik und Mafiakultur kombiniert mit ausgeklügelter Hi-Tech-Korruption und vorangetrieben mit dem Größenwahn des Aufsteigers aus der Provinz. Selbst der Abgang jetzt ist gewaltig: Mit knapp 100 Milliarden Reais Schulden – rund 26 Milliarden Euro – ist es die größte Firmenpleite in der brasilianischen Wirtschaftsgeschichte. Maximal 60 Tage hat der Konzern jetzt Zeit, mit seinen Gläubigerbanken eine Umstrukturierung auszuhandeln.

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