Deutsche Bahn Kontrolleure zählen Bahn-Chef Rüdiger Grube an

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Rüdiger Grube bekommt die Probleme bei Stuttgart 21 und im Güterverkehr nicht in den Griff. Die Vertragsverlängerung des Bahn-Chefs wackelt.

Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG Quelle: dpa

Als Rüdiger Grube 2009 als Chef der Deutschen Bahn antrat, zogen Tausende wütender Bürger regelmäßig durch Stuttgart und protestierten gegen den Neubau ihres Bahnhofs. Um sie und seinen Aufsichtsrat vom Sinn des Projekts Stuttgart 21 zu überzeugen, ließ Grube nachrechnen: Der unterirdische Zughalt sollte 4,5 Milliarden Euro kosten und bis 2019 fertig werden. Die Bahn zog den Bau durch.
Heute ist klar, dass sich Grube verkalkuliert hat. Die Fertigstellung verzögert sich, die Kosten des Großprojekts laufen aus dem Ruder. Auch in anderen Konzernbereichen läuft der Chef der Planung zunehmend hoffnungslos hinterher. Deshalb wächst der Unmut im Aufsichtsrat. Der könnte den Bahn-Chef nun sogar die eigentlich für Ende des Jahres angestrebte Verlängerung seines bis 2017 laufenden Vertrags kosten. „Damit braucht er gar nicht erst anzukommen. Er soll erst einmal liefern“, sagt ein einflussreiches Mitglied des Kontrollgremiums.

 
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