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Strukturen wie im 17. Jahrhundert Warum das System Handelskammer bröckelt

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Hamburger Handelskammer Quelle: imago images

Seit Jahrhunderten vertreten die Handelskammern die Interessen der Unternehmen, ob diese wollen oder nicht. Einige Unternehmer rebellieren jetzt gegen das System – mehr oder weniger erfolgreich.

Tobias Bergmann will sich nicht verstecken, obwohl er guten Grund dafür hätte. Der Mann, der die Hamburger Wirtschaft, die Gilde der vornehmen Kaufleute, der Lächerlichkeit preisgegeben hat, simst: „Sitze im Schaufenster.“ Und beginnt nur wenig später, fast fröhlich, in einem Café in der Innenstadt über die größte Niederlage seines Lebens zu plaudern.

Bergmann hat die hanseatische Handelskammer, nach eigenem Selbstverständnis eine der ältesten und mächtigsten ihrer Art, aufgemischt, gekapert und 19 Monate lang als Präses geführt. Er wollte eine Kammer schaffen, die Unternehmer und Unternehmen nicht zur Mitgliedschaft zwingt. „Mit diesem Projekt“, sagt Bergmann, während er ein Stück Rüblikuchen aufspießt, „bin ich gescheitert.“ Der Niederbayer lacht so laut, dass andere Gäste sich umdrehen.

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