E.On Karl-Ludwig Kley, der Mann für den Neuanfang

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Der Ex-Pharmamanager Karl Ludwig Kley wird Aufsichtsratschef des „grünen“ E.On-Konzerns. Dazu leitet er eine persönliche Energiewende ein.

Karl-Ludwig Kley soll neuer Aufsichtsratschef des Energiekonzerns E.On werden Quelle: dpa

Karl Ludwig Kley fand klare Worte: „Unprofessionell und von Fehlern durchsetzt“ werde die Umsetzung der Energiewende gemanagt, polterte der Manager im Frühjahr, damals noch als Chef des Darmstädter Chemie- und Pharmakonzerns Merck. Schon zuvor hatte er über das „größte Murksprojekt“ der jüngeren deutschen Wirtschaftsgeschichte gewettert, regelmäßig das „Kuddelmuddel“ und die ideologische Flickschusterei des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kritisiert.

Gut möglich, dass die Zeit der harschen Töne nun vorbei ist. Bei der Hauptversammlung des Energieriesen E.On in Essen am 8. Juni sollen die Aktionäre die Aufspaltung des Dax-Konzerns in die zwei Gesellschaften für erneuerbare Energien (E.On) und konventionelle Energieerzeugung (Uniper) besiegeln. Ausgerechnet Kley soll fortan als Aufsichtsratschef der neuen E.On wirken. Einer der schärfsten Kritiker der Energiewende wird Chefaufseher des „grünen“ Energiekonzerns und wandelt sich vom EEG-Rebellen zum Ökomanager? Kann die persönliche Energiewende tatsächlich gelingen?

 
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