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Festhalten an der Kohle RWE macht sich selbst zum Auslaufmodell

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Mein Freund, der Baum: Der Hambacher Forst im Rheinischen Revier ist zum Symbol für den Widerstand gegen den Braunkohletagebau geworden. Quelle: imago

Der Konflikt um die Rodung des Hambacher Forsts setzt RWE unter Druck. Dabei droht eine viel größere Gefahr: Investoren und Banken lassen RWE links liegen, weil der Energiekonzern einfach nicht vom Kohlestrom ablässt.

Alle paar Meter zerreißen tiefe Gräben die Forststraße. Dazwischen türmen sich Barrikaden aus Ästen und Holz. Die Zeichen stehen auf Eskalation im Rheinischen Braunkohlerevier. „Hambacher Forst bleibt!“, steht auf dem Transparent an einem Baumhaus der Kohlegegner hoch oben in den Wipfeln. Tim ist runtergeklettert von seinem Hochsitz. Für den Mittzwanziger ist der Protest gegen den Braunkohletagebau des Essener Energiekonzerns RWE längst ein Fulltime-Job. Wie viele andere verlässt er den Wald gar nicht mehr. Polizeikommandos, die dort hineinstürmen und den Protest beenden wollen, hat Tim öfters erlebt. Er nimmt’s gelassen: „Mit jedem Räumungsversuch ist der Widerstand gegen die geplanten Rodungen gewachsen.“

 
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