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Fahrt ins Ungewisse „Die deutsche Fischerei zählt zu den Verlierern der Erderwärmung“

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Warme Brise: Die Küstenfischer leiden besonders unter dem Temperaturanstieg Quelle: dpa

Die deutschen Seefischer stehen vor mehreren Problemen: Der Klimawandel vertreibt den Kabeljau und andere wichtige Fischarten – und mit dem Brexit drohen die bedeutendsten Fanggründe verloren zu gehen.

Fritz Flint war 15, als er als Schiffsjunge auf einem Fischkutter anheuerte und zur See fuhr. So wie es sein Vater über Jahrzehnte getan hatte. Heute ist er 58 Jahre alt und fährt noch immer aufs Meer. Sein Boot: die J. von Cölln, Fischereinummer NC308, 40 Meter lang, fünf Matrosen, ein Azubi – und Käpt’n Flint.

Früher, erzählt der Kapitän, fingen sie den Kabeljau fast vor der Haustür in Cuxhaven. Heute gehen in der Deutschen Bucht Fische ins Netz, die man eigentlich im Mittelmeer vermutet: Tintenfische etwa, oder Wolfsbarsche. Der Kabeljau aber ist verschwunden. „Und der kommt auch nicht zurück.“ Erst zog er weiter nordwärts, nach Dänemark. Dann weiter, in Richtung Norwegen. „Das Wasser in der Deutschen Bucht ist ihm zu warm geworden“, sagt Flint.

 
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