Applaus brandet auf, als der Chef auf eine rote Klappleiter steigt. Hunderte Karstadt-Mitarbeiter, die sich im Halbkreis um das Tor vor der Hauptverwaltung des Konzerns versammelt haben, schauen ihn an. Das Jackett hat er abgelegt, die Krawatte gelöst. Karl-Gerhard Eick klatscht kurz mit, als wolle er sich selbst anfeuern, greift dann zum Megafon. „Wir kämpfen bis zur letzten Minute“, ruft er den Leuten zu, die trotzig ihre Plakate schwenken. „Das Warenhaus lebt“, steht darauf. Es war das letzte Aufbäumen des Konzerns 2009. Am Tag darauf meldete Karstadt Insolvenz an. Heute, gut elf Jahre später, wird es wieder eng. Der inzwischen mit Kaufhof fusionierte Warenhauskonzern hat ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt.
Galeria Karstadt Kaufhof Der letzte Rettungsversuch

Auch für Unternehmen ist die Coronakrise mit Vorerkrankungen besonders gefährlich: Galeria Karstadt Kaufhof hat ein Schutzschirmverfahren eingeleitet. Die Rettungsmission leiten die renommiertesten Insolvenzspezialisten.
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