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Kölner Traditionsverlag Wie Bastei Lübbe aus der Krise kommen will

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Ertragsperle: Mit Groschenromanen („Jerry Cotton“) verdient Bastei Lübbe noch Geld. Quelle: dpa

Bastei Lübbe steht vor großen Problemen, die Finanzlage ist miserabel. Verlagschef Carel Halff muss die Generation YouTube trotz Sparkurs zum Lesen bringen.

Im Büro von Carel Halff hängt ein Mann mit Pistole an der Wand. Jerry Cotton grinst den Betrachter an. Mit der Serie über den FBI-Agenten begann 1954 die Erfolgsgeschichte des Bastei-Verlags. Das Cotton-Bild, sagt Halff, habe er aber nicht selbst aufgehängt. Keine Zeit. Seine Prioritäten liegen woanders.

Tatsächlich ist Halffs Job einer der derzeit schwersten in der Medienbranche. Die guten Zeiten des seit 2013 an der Börse notierten Verlags Bastei Lübbe sind längst passé. Das Unternehmen wollte ein „digitales Medienhaus“ werden und unter Halffs Vorgänger Thomas Schierack ein „Netflix für Bücher“ auf die Beine stellen. Doch das Digitalgeschäft floppte, Schierack musste vor einem knappen Jahr gehen. Das Ausmaß der Krise lässt sich im jüngst vorgestellten Geschäftsbericht ablesen. Darin weist das Unternehmen den dritten Jahresverlust in Folge aus. Nun verordnet Halff dem Unternehmen einen radikalen Sparkurs. Und er will die YouTube-Generation als Leser gewinnen.

 
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