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Metro-Chef Olaf Koch „Unfaire Wettbewerbsbedingungen, die wir nicht länger akzeptieren“

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Olaf Koch, 48 Der Manager spaltete 2017 den Metro-Konzern auf und führt seither das Lebensmittelgeschäft mit dem Metro-Großhandel und der SB-Warenhauskette Real. Quelle: Tillmann Franzen für WirtschaftsWoche

Vor einem Jahr wurde Deutschlands einst größter Handelskonzern Metro zerschlagen. Chef Olaf Koch über den Absturz des Handelsriesen an der Börse, die Rolle von Shortsellern, Streit mit Verdi – und über seine Zukunft.

Herr Koch, vor einem Jahr haben Sie den Metro-Konzern aufgespalten. Bereuen Sie den Schritt?
Dafür gibt es keinen Grund. Wir haben eine strategische Entscheidung getroffen, die dauerhaft Sinn ergibt: Die Trennung zwischen Elektronik-Einzelhandel und Lebensmittel-Großhandel. Beide Segmente unterliegen jeweils eigenen Marktbedingungen. Wir sehen für die Metro im internationalen Großhandelsgeschäft ein sehr gutes Potenzial.

Sie hatten mehr Wachstum versprochen und wollten „Werte für die Anteilseigner“ schaffen. Davon ist bislang nichts zu sehen.
Der Handel steckt weltweit in einem enormen Veränderungsprozess. Onlineplayer pflügen die Konsumlandschaft um, Verbraucher ändern ihre Einkaufsgewohnheiten. Das heißt, die Händler müssen ihre Geschäftsmodelle überdenken, modernisieren und sich vor allem fokussieren. Dafür war ein Konglomerat, wie es die Metro Group früher war, alles andere als geeignet. Deshalb war die Entscheidung nicht nur richtig, sondern macht sogar noch mehr Sinn als zuvor, den Lebensmittel- und den Elektronikhandel unabhängig voneinander aufzustellen.

 
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