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Regional schlägt große Marken Hauptsache billig? Nein, Ostdeutsche kaufen anders

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Im Osten Deutschlands sind andere Konsumgüter gefragt als im Westen: Kunden kaufen häufiger Anglerbedarf und häufiger Gebrauchtes auf Plattformen wie Ebay. Quelle: dpa Picture-Alliance

Ossis achten vor allem aufs Geld, Wessis auf Qualität? 30 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland beim Konsum zwar noch immer geteilt, selbst im Netz – jedoch ganz anders, als bisher angenommen.

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Gleich hinter dem Drehkreuz beginnt der Schnäppchenparcours: die Flasche italienischer Rotwein kostet 1,20 Euro, die Bratpfanne 5,45 Euro und weiter hinten werden „Schlachtebeutel“ angeboten – vier Wurstsorten im Kilopaket für unschlagbare 5,05 Euro. Dazu ein halber Liter „Trabi Deluxe“ für 52 Cent. Hunderte gelb-rote Bierdosen mit dem Aufdruck des Kultautos stapeln sich in dem Laden des Discounters Mere am Stadtrand von Leipzig. Auch die spartanische Einrichtung weckt Erinnerungen an die Vor-Wendezeit; an jene HO-Kaufhallen und Konsum-Geschäfte, in denen sich DDR-Bürger fern jeden Shoppingschnickschnacks mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und Kosmetik eindeckten.

Die Ähnlichkeit dürfte durchaus gewollt sein. Mere ist Anfang des Jahres in Deutschland gestartet, der Discounter gehört zum Reich der sibirischen Handelskette Torgservis. Mittelfristig will Mere mehr als 100 Läden in Deutschland eröffnen – vor allem im Osten, wo die Kaufkraft vielerorts niedrig ist und sich die Konsumgewohnheiten auch 30 Jahre nach dem Mauerfall grundsätzlich von denen im Westen unterscheiden.

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