WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Sparpotenzial Der Geheimplan für Kaufhof und Karstadt

Premium
Karstadt in einer Fußgängerzone Quelle: imago

Kaufhof und Karstadt geht es schlechter als gedacht. Interne Papiere zeigen, wie die Eigner 200 Millionen Euro im Jahr sparen wollen. Ihnen geht es vor allem um die Immobilien.

Am Dienstag um 8:30 Uhr setzte der Notar seinen Stempel unter den Vertrag. Der Zusammenschluss der beiden Warenhausketten Kaufhof und Karstadt war besiegelt. Mit Richard Baker, dem Vertreter der Kaufhof-Mutter Hudson‘s Bay (HBC) und René Benko, dem Mehrheitseigner von Karstadt-Eigentümer Signa hatten zwei Männer mit großen Egos am Verhandlungstisch gesessen, die als harte Verhandler gelten und sich überdies nicht ausstehen können. Mehrfach waren sie aneinander geraten. Anfang August galt der Deal für kurze Zeit sogar als geplatzt.

Es war wohl die Not, die sie noch zur Vernunft brachte. Darauf deuten interne Unterlagen hin, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Danach sagen die beiden ihren deutschen Warenhäusern eine wenig erfreuliche Zukunft voraus. HBC Europa, wozu unter anderem Kaufhof und 13 Warenhäuser in den Niederlanden gehören, wird im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 194 Millionen Euro Verlust machen. Die Eigner rechnen dem Papier zufolge nicht damit, auf absehbare Zeit schwarze Zahlen schreiben zu können.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%