Toys'R'Us Wie man Spielzeug kaputt macht

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Nein, Amazon hat die Pleite von Toys‘R‘Us nicht verschuldet. Das hat das miese Management der Spielzeugkette ganz allein geschafft.

Manager und Eigentümer von Toys‘R‘Us haben auf ganzer Linie versagt. Quelle: dpa

Um zu verstehen, woran Toys‘R‘Us gescheitert ist, genügt ein Blick in den Onlineshop der Spielzeugkette: Dort wird gerade ein Polizeipuzzle von Ravensburger angeboten, Stückpreis: 15,99 Euro. Doch das Produkt lässt sich nicht online bestellen. Der Kunde müsste also eigens in die nächstgelegene Filiale eilen, um das Puzzlespiel abzuholen. „Click&Collect“ nennt sich dieser „Service“.

Bei Amazon kostet das gleiche Puzzle 10,99 Euro und wird tags darauf nach Hause geliefert. Für wen sich Kunden im Zweifel entscheiden, ist doch klar.

Trägt also Amazon die Schuld am Absturz des Spielzeuggiganten, der in den USA jetzt Insolvenz beantragt hat? Hatte der Fachhändler schlicht keine Chance gegen die Übermacht des E-Commerce-Primus?

 
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