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Von englischen Patienten zu Wachstumsstars Wie die deutschen Discounter die britische Insel erobern

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Tabu für Anzugträger: Filialen wie im englischen Luton prägten das Image der deutschen Discounter als Unterschichtenversorger. Erst in der Finanzkrise änderte sich das. Copyright: interTOPICS

Die Expansion von Aldi und Lidl nach Großbritannien galt lange als Reinfall. Doch heute treiben beide die Konkurrenz vor sich her. Auf den Spuren eines wegweisenden Inselabenteuers, das fast schiefgegangen wäre.

Der Mann, der den Briten die Sparsamkeit beibrachte, steuert seinen silbergrauen Mercedes dorthin, wo alles begann. Ein Gewerbegebiet in Wilmslow, einer 25.000-Einwohner-Stadt nahe Manchester. Hannes Floto steigt aus, schnappt sich einen Einkaufswagen und kramt einen Zettel aus der Hosentasche, den ihm seine Frau mitgegeben hat. Er steuert auf die Lidl-Filiale zu, die mit ihren Backsteinen und dem schlichten Giebel so aussieht wie Lidl-Märkte an Hunderten deutschen Ausfallstraßen. Brot soll er kaufen, Frühlingszwiebeln, Fleisch und Fisch. Während er den Laden betritt, deutet er auf eine britische Flagge in Herzform an der Eingangstür: „Als wir hier angefangen haben, war Lidl viel deutscher.“ Und, erinnert sich Floto, wäre genau daran fast gescheitert.

 
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