Wettbewerb Warum Preistransparenz mal gut, mal schlecht ist

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EU fordert Offenlegung der Erzeugerpreise. Quelle: Anton Hallmann/Sepia

Die EU plant, die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte offenzulegen. Eine gute Idee? Theoretisch schon. Aber totale Transparenz ist ökonomisch nicht immer gut.

Die EU-Kommission plant, die Verhandlungsmacht von Landwirten gegenüber Händlern zu stärken. Ein hehres Ziel, das man dank eines Zaubermittels erreichen will: Transparenz. Geht es nach Brüssel, sollen künftig die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse entlang der Lieferkette veröffentlicht werden. Dann müsste etwa der Einzelhandel seine Einkaufspreise offenlegen.

Im April will Agrarkommissar Phil Hogan dazu einen Gesetzesvorschlag vorlegen. Eine gute Idee, möchte man meinen. Doch der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) ist alarmiert. Er befürchtet, dass eine „höhere Transparenz in Verbindung mit zusätzlichen Meldepflichten für die Akteure der Lieferkette tendenziell zu steigenden Verbraucherpreisen“ führt. Wie bitte? Mehr Durchsichtigkeit, mehr Preistransparenz – was soll daran aus Sicht des Konsumenten schlecht sein?

 
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