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Zwischen Fürsorge und Wahnsinn Warum Eltern immer mehr Luxus-Kinderartikel kaufen

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Quelle: Getty Images

Die Baby- und Kinderausstatter profitieren von steigenden Geburtenzahlen – zumindest dann, wenn sie sich auf die Wünsche der Eltern einlassen. Für die wird das Kind inzwischen zu einem Projekt der Selbstoptimierung.

Holper-Stolper-Strecke nennt Petra Triphan den Teststreifen zwischen den Kinderwagen. Inmitten des Babyfachgeschäfts rollt ein junger Vater gerade das Modell Viper 4 des Herstellers ABC Design schwungvoll über Schotter, Holz und Steine. Mit seinen großen Lufträdern meistert der Wagen die Strecke problemlos, der Kunde wirkt zufrieden: „Der Kinderwagen muss einiges aushalten“, sagt er. „Ich will damit ja auch joggen gehen.“ Dann fängt sein erstes Kind an zu schreien – Beratungspause.

Nachdem der Kleine gefüttert und die Windel gewechselt ist, klappt das junge Paar den Wagen ein paar Mal auf und zu. Später legt es ihn testweise in den Kofferraum. „Den nehmen wir.“ Kosten: 630 Euro. Verkäuferin Triphan lächelt, für sie ist das Alltag. Seit 30 Jahren berät sie Eltern bei der Ausstattung ihrer Kleinsten. „Der Kinderwagen ist ein Statussymbol“, sagt die 50-Jährige. „Den testen die Kunden immer besonders sorgfältig.“

 
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