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Albtraum für Aktionäre Bayers Vorstand kämpft gegen das Glyphosat-Debakel

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Hier immerhin stimmt die Chemie: Baumann (l.) wird seit Jahrzehnten von Chefaufseher Wenning gefördert. Quelle: Bloomberg

Nach der Nichtentlastung des Bayer-Vorstands gerät das Verhältnis zwischen Aufsichtsratschef Werner Wenning und CEO Werner Baumann in den Fokus. Kontrolliert der Lehrmeister seinen Zögling angemessen?

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Zwei Minuten lang schütteln sich Aufsichtsratschef Werner Wenning und sein Vorstandsvorsitzender Werner Baumann vor Beginn der Bayer-Hauptversammlung die Hände. Die Geste für die Fotografen soll Geschlossenheit demonstrieren, Einigkeit, womöglich auch Zuversicht. Doch wer in die Gesichter der beiden schaut, erblickt Anspannung, Verkniffenheit. So, als würden sie ahnen, was in den nächsten zwölf Stunden auf sie zukommt: Die Aktionäre lassen ihrer Wut über den Kursverfall der Aktie infolge Tausender Glyphosat-Klagen freien Lauf; Bayer weist den Vorwurf einer angeblichen Krebsgefahr des von der Bayer-Tochter Monsanto vertriebenen Mittels zurück und belegt das mit Hunderten Studien. Bei den Aktionären fallen Worte wie „Scherbenhaufen“, „Katastrophe“ und „Albtraum“.

Am Ende erleben Baumann und Wenning ein Desaster: Über 55 Prozent des anwesenden Grundkapitals verweigern dem Vorstand die Entlastung, Wenning und dem Aufsichtsrat kündigen gut 33 Prozent die Gefolgschaft auf. Ein so desaströses Ergebnis hat es auf einem deutschen Aktionärstreffen noch nie gegeben.

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