Bayer-Chef Marijn Dekkers "Für Covestro ist Bayer nicht mehr die beste Heimat"

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Der Bayer-Chef Marijn Dekkers spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Abspaltung der Chemiesparte Covestro, den VW-Abgasskandal und warum er Pharma und Pflanzenschutz jetzt enger verbindet.

Marijn Dekkers Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche: Herr Dekkers, die Nachfrage der Investoren nach der Aktie Ihres Kunststoff-Ablegers Covestro war eher schwach. Warum wollen Sie das Chemiegeschäft abstoßen?

Marijn Dekkers: Mit unserer Sparte Bayer Material Science, die nun Covestro heißt, machen wir zwar 30 Prozent unseres Umsatzes, aber nur zehn Prozent vom Gewinn. Es ist ein Geschäft, das heute auch von Massenproduktion und Preisdruck bestimmt wird. Pharma und Pflanzenschutz hingegen werden durch die Innovationen bestimmt, weshalb wir dort viel in Forschung und Entwicklung investieren, und sie erwirtschaften auch deutlich mehr. Also hätten wir künftig nicht mehr so stark in Covestro investieren können. Für alle Beteiligten ist es daher besser, eine andere Eigentümerstruktur zu finden.

Hatten Sie einen Notfallplan in der Tasche für den Fall, dass der Börsengang nicht klappt?

Natürlich, jeder verantwortungsbewusste Manager muss sich auch auf so etwas vorbereiten, aber all diese Pläne führen am Ende zum Börsengang von Covestro.

 
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