Bayer und Monsanto Grünen-Politikerin Künast nimmt Konzerne in die Zange

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Umweltverbände machen gegen die geplante Übernahme von Monsanto mobil. Unterstützung bekommen sie von der ehemaligen Grünen-Fraktionschefin Künast. Im Herbst droht dem US-Konzern ein Show-Tribunal in Den Haag.

Quelle: AP

Während Bayer-Chef Werner Baumann darum kämpft, wieder Bewegung in die festgefahrenen Übernahmeverhandlungen mit dem US-Konzern Monsanto zu bringen, torpedieren Umweltaktivisten den möglichen Deal. So planen mehr als 100 Umweltorganisationen für diesen Herbst einen öffentlichkeitswirksam inszenierten Show-Prozess in Den Haag, das sogenannte „Monsanto Tribunal“. Vom 14. bis 16. Oktober sollen dem umstrittenen Gentechnikanbieter demnach Verbrechen gegen die Umwelt nachgewiesen werden. Auch Bayer bekommt den geballten Protest der Umweltschützer zu spüren. So gehört die frühere Bundesagrarministerin und ehemalige Grünen-Fraktionschefin Renate Künast nach Informationen der WirtschaftsWoche zu den Unterstützern des Monsanto-Tribunals.

In einem Brief an Bayer-Chef Baumann fragen Künast und weitere Mitstreiter aus Umweltinitiativen, ob Bayer nach einem Kauf von Monsanto für angeblich weltweit angerichtete Schäden und Altlasten aufkommen werde. Zudem wollen die Unterzeichner wissen, ob der Konzern „sämtliche Forschungs- und Produktionsgebiete inkl. Pestizide und Gentechnologie der Firma Monsanto weiterführen wird ...“. Die Reaktion der Unternehmen auf das Schreiben fällt zurückhaltend aus.

 
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