Dassault-Chef Éric Trappier „Wir Europäer dürfen unser Geld nicht in US-Produkte investieren“

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Eric Trappier Quelle: REUTERS

Deutschland und Frankreich wollen einen gemeinsamen Kampfjet bauen. Éric Trappier, Chef des Airbus-Konkurrenten Dassault Aviation, will die Führung übernehmen und warnt die Bundesregierung vor unpatriotischem Verhalten.

Monsieur Trappier, Deutschland und Frankreich sollen gemeinsam ein Kampfflugzeug bauen. Die Bundesregierung erwartet, dass Airbus dabei die Führung übernimmt. Werden Sie sich als Juniorpartner einbringen?
Warum sollten wir eine Nebenrolle spielen? (lacht) Tatsache ist: Wir können als einziges Unternehmen in Europa ein komplettes Kampfflugzeug von A bis Z bauen und machen dies bereits seit 70 Jahren erfolgreich. Wir haben alle Kompetenzen. Jeder weiß das. Das heißt natürlich nicht, dass wir auch das neue deutsch-französischen Kampfflugzeug alleine bauen.

Sondern?
Wir bauen das Flugzeug mit Airbus. Aber die Erfahrung zeigt: Ein erfolgreiches Rüstungsprojekt braucht einen klaren Verantwortlichen, einen Leader. Und wir können diese Rolle übernehmen.

Und Airbus?
Wenn wir die Führung für das Projekt übernehmen, muss Airbus keineswegs eine kleine Rolle spielen. Es wäre eine sehr wichtige Rolle. Wir müssen unsere Partnerschaft so organisieren, dass wir Erfolg haben und unsere Streitkräfte das bestmögliche System bekommen.

 
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