Deutsche Umwelthilfe „Man versucht, mich persönlich zu vernichten“

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Bereit für den nächsten Fight: Umweltschützer Resch. Ein Prozess um Bioplastik sollte die Umweltschützer zum Schweigen bringen. Quelle: Christoph Mack für WirtschaftsWoche

Aktivist Jürgen Resch ist der Lieblingsfeind der Industrie. Ein von BASF mit Gutachten unterstützter Prozess um Bioplastik hätte ihn fast ruiniert.

Es ist ein einziger Satz, der Jürgen Resch fast in die Insolvenz treibt. In ihm geht es um Einkaufstüten aus Bioplastik, wie sie etwa Rewe und Aldi verkaufen. „Sie werden überhaupt nicht kompostiert, lassen sich auch nicht recyceln und bestehen hauptsächlich aus Erdöl“, lautet der Satz. Die von Resch geführte Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht ihn in einer Pressemitteilung am 10. April 2012.

Wegen dieses Satzes muss Resch in den folgenden fünf Jahren immer wieder vor Gericht erscheinen. Die Victorgroup aus Frechen bei Köln hat auf Schadensersatz in Höhe von fast drei Millionen Euro geklagt. Der Tütenhersteller fordert die nicht nur von der Umwelthilfe, sondern auch von Resch persönlich. Es geht in dem Verfahren also um sein Vermögen, seine Altersvorsorge, sein gesamtes Hab und Gut.

 
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