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Glyphosat-Prozess gegen Bayer Ein Desaster mit Ansage

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Die Risiken von Glyphosat waren dem Agrarkonzern schon vor der Monsanto-Übernahme bekannt. Der Pharma- und Agrarkonzern kaufte dennoch. Quelle: dpa

Bayer wurde in einem wegweisenden US-Glyphosat-Prozess zu 80 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Schon vor der Monsanto-Übernahme deuteten sich Klagen wegen möglicher Krebsrisiken beim Monsanto-Mittel Roundup an. Top-Manager von Bayer warnten. Der Pharma- und Agrarkonzern kaufte dennoch.

Am Ende musste Aufsichtsratschef Werner Wenning ein Machtwort sprechen. So heftig waren Marijn Dekkers, der amtierende Bayer-Chef, und Werner Baumann, sein designierter Nachfolger, aneinandergeraten. Es ging damals, im Frühjahr 2016, um die Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto. Baumann drängte auf den Deal, Dekkers bremste. Baumann wollte schon PR-Agenturen anheuern, um den Coup zu präsentieren. Dekkers verhinderte das, berichten Vertraute.

Dekkers’ Mitstreiter wissen auch zu berichten, warum der damalige Vorstandschef die Übernahme von Monsanto nicht wollte: Er sorgte sich um den Aktienkurs – aus heutiger Sicht geradezu hellseherisch: Als Dekkers im April 2016, offenbar zermürbt vom Streit mit Baumann um die Monsanto-Übernahme, seinen Chefposten aufgab – ein halbes Jahr früher als geplant –, notierte die Bayer-Aktie bei gut 100 Euro. Bis heute hat sie über 40 Prozent verloren.

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