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K+S Salz in die Erde

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Die Salzabfallentsorgung von K+S ruft erneut Staatsanwälte auf den Plan. Für Hessens Umweltministerin könnte das zum Problem werden.

Priska Hinz Quelle: dpa Picture-Alliance

Es war wie ein Weihnachtsgeschenk für den Düngemittelkonzern K+S und seine Bergleute im Kalibergwerk Werra: Das Regierungspräsidium Kassel erlaubte K+S im Dezember, erneut eineinhalb Millionen Kubikmeter Salzlauge pro Jahr unter der hessischen Erde verschwinden zu lassen. K+S hatte zuvor Kalikumpel kurzarbeiten lassen, weil das Werk ohne die für das Trinkwasser eventuell gefährliche Entsorgung nicht voll produzieren konnte.

Die Botschaft aus Kassel könnte für Hessens grüne Umweltministerin Priska Hinz ein Nachspiel haben. Dokumente aus der Verfahrensakte zeigen, dass ihr Ministerium umfassend in das Verfahren eingriff und es möglicherweise in eine für K+S günstige Richtung gelenkt haben könnte. So zeigen die Unterlagen, wie das Umweltministerium zwei Fachbehörden ausgebootet hat, von denen Kritik an der Laugenentsorgung zu erwarten war – und wie auf einen unabhängigen Gutachter offenbar Druck ausgeübt wurde.

 
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