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KTG Agrar Krisenkonzern macht sich vom Acker

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Missmanagement hat das Landwirtschaftsunternehmen KTG Agrar ruiniert. Für Anleger geht es um mehr als 390 Millionen Euro in Aktien und Anleihen.

Quelle: dpa

Schon der Gang aufs Börsenparkett geriet für Siegfried Hofreiter zum Balanceakt. Zum TV-tauglichen Auftritt sollte sich der Chef des Ackerbaukonzerns KTG Agrar an zwei Strohballen lehnen, aus denen Fähnchen des Börsenneulings ragten. Die Ballen gaben nach, und der massige Landwirt geriet ins Straucheln. Vergangenen Dienstag, fast neun Jahre nach der denkwürdigen Szene, wankte Hofreiter nicht nur: Er fiel. Sein Konzern mit einem Umsatz von 326 Millionen Euro meldete beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz in Eigenverwaltung an.

Seit an Seit mit einem Sanierungsexperten soll sich nun ausgerechnet Hofreiter an der Rettung des havarierten Konzerns versuchen. Zwar wird das Duo dabei von dem gerichtlich bestellten Sachwalter, dem Hamburger Juristen Stefan Denkhaus, überwacht. Dennoch weckt die Konstellation bei Anlegern erhebliches Misstrauen. Sie haben insgesamt 390 Millionen Euro in zwei Anleihen investiert, die Hofreiter aufgelegt hatte.

 
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