Linde Bruch mit der alten Reitzle-Kultur

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Konzernchef Wolfgang Büchele expandiert in den USA, Russland und Asien – und will, dass die Mitarbeiter des Gaseherstellers mutiger werden.

Wolfgang Büchele hat bei seinem Umbau des Linde-Konzerns noch viel zu tun Quelle: dpa

Das Timing passt. Mitten in der VW-Abgasaffäre gründet Wolfgang Büchele ein neues Unternehmen: H2 Mobility. Zusammen mit dem Stuttgarter Autobauer Daimler, dem französischen Wettbewerber Air Liquide und drei Mineralölkonzernen will der Chef des Münchner Gaseherstellers Linde Elektroautos zum Durchbruch verhelfen, die mit Brennstoffzellen Wasserstoff in Strom verwandeln. Die Gemeinschaftsfirma sitzt in Berlin und soll in der ersten Phase in Deutschland 100 Wasserstofftankstellen bauen, bis 2023 insgesamt 400. Rund 400 Millionen Euro soll H2 Mobility investieren.

Das E-Auto-Projekt ist nur der erste große Schritt des noch frischen Linde-Chefs. Rund eineinhalb Jahre nach der Ablösung von Wolfgang Reitzle an der Konzernspitze nimmt der studierte Chemiker und Exmanager bei BASF nun Anlauf zu einer größeren Offensive. Dazu zählt auf der einen Seite die Expansion in neue Märkte, auf der anderen Seite der Kulturwandel im Innern.

Büchele wünscht sich Mitarbeiter wie in einem Start-up

 
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