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Siemens Joe Kaesers Ambivalenz ist nur konsequent

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Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, fordert mehr gesellschaftliche Verantwortung – und streicht gleichzeitig Tausende Jobs. Quelle: dpa

Der Siemens-Chef fordert mehr gesellschaftliche Verantwortung – und streicht gleichzeitig Tausende Jobs. Absurd? Vor allem richtig!

Der Satz des Siemens-Chefs kam wie eine verspätete Weihnachtsbotschaft daher: „Gegen 70 Prozent Steuern auf Spekulationsgeschäfte habe ich nichts einzuwenden“, sagte Joe Kaeser an Silvester der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Und weiter: Die Steuerlast eines Unternehmens sollte sich nicht an dessen Gewinn bemessen, sondern an sozialen Kennziffern: danach, wie viele Menschen es beschäftige, wie hoch sein gesellschaftlicher Nutzen sei.

Ausgerechnet er, Joe Kaeser. Hat der Siemens-Chef nicht noch vor ein paar Wochen Investoren, Politikern und Journalisten die Leviten gelesen? Er müsse Siemens neu ausrichten, schlanker, effizienter, profitabler machen – und dafür leider, leider mehrere Werke schließen, so Kaeser. Allein in Deutschland könnte das 3000 Jobs kosten.

Wie also ist sein jüngster Vorschlag zu verstehen? Am besten faustisch: Zwei Herzen schlagen, ach, in seiner Siemens-Brust.

 
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