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Verunsicherter Gigant Der Fall Nestlé

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Der Fall Nestlé. Quelle: Dmitri Broido

Verbraucher fordern mehr Bio, Investoren mehr Rendite, Aktivisten mehr Umweltschutz. Der führende Lebensmittelkonzern Nestlé hat bei Marktanteilen, Umsatz und Digitalisierung den Anschluss verloren – und weiß keine Antwort auf die große Frage: Wie wollen wir uns künftig ernähren?

Die Revolution steckt in zwei kleinen Päckchen. Sie sind durchsichtig, zehn mal zehn Zentimeter groß, liegen auf einem Tisch in einem unterirdischen Forschungslabor am Genfersee und enthalten ein weißes Pulver. Ein wenig erinnern sie an etwas zu groß geratene Rauschgifttütchen. Und irgendwie sind sie das ja auch: Aufputschmittel für einen müden, matten Riesen. Drogen für Nestlé.

Die Tütchen enthalten das neue Wundermittel des Schweizer Lebensmittelkonzerns – hohlen Zucker. Aufwändig haben Nestlés Ingenieure die Kristalle dazu durchlöchert wie einen Schweizer Käse: Die Oberfläche des Zuckers liefert den gewohnten Geschmack, sein Inneres ist frei von Kalorien. So lässt sich der Gehalt von Frühstücksflocken, Schokoriegeln und Kakaogetränken um ein Drittel reduzieren. Weniger Salz und Zucker, mehr „simple Zutatenlisten, mehr Bio, mehr vegetarische und vegane Lebensmittel“, sagt Stefan Palzer, das sei es, was Nestlé jetzt brauche.

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