Datenschutz Google übertritt die nächste Grenze

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Google zeichnet auf, mit wem die Nutzer von Android-Handys telefonieren. Das muss enden.

Android-Smartphone. Quelle: AP

Don’t be evil, „sei nicht böse“, war Googles Firmenmotto. Der Nachfolge-Mutterkonzern Alphabet hat den Leitspruch umformuliert: „Do the right thing“, „tu das Richtige“. Mit der Änderung der Worte geht auch eine Änderung der Haltung einher: Die Unternehmensinteressen stehen über denen der Nutzer. Das wurde nie so deutlich wie dieser Tage für Mobiltelefonkunden, die mit Googles Smartphone-Betriebssystem Android arbeiten.
Heimlich, still und leise hat sich der Konzern durch neue Datenschutzbedingungen einräumen lassen, auf Android-Handys persönlichste Kommunikationsdaten zu erfassen und auf seinen Servern zu speichern: Telefonnummern ein- und ausgehender Anrufe, Datum, Zeit und Dauer der Telefonate, SMS-Informationen. Es geht um Informationen, wie sie deutsche Telefonanbieter nur auf richterlichen Beschluss herausgeben dürfen und nach sechs Monaten wieder löschen müssen. Google aber unterliegt keiner Kontrolle und kennt keinen Löschtermin.
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