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Müder Blitzkrieger Rocket Internet gehen die Raketen aus

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Schubkraft verloren: Das Geschäftsmodell von Rocket Internet ist ergraut wie die Schläfen von Gründer Samwer. Quelle: Bloomberg/Krisztian Bocsi

Mit Rocket Internet wollte Oliver Samwer die Onlinewelt erobern. Doch Wachstum und Börsenkurs schwächeln. In der Finanz- und Digitalszene macht sich Ernüchterung über den einstigen Guru breit.

Waren das noch Zeiten: Als „aggressivster Mann im Internet“ bezeichnete sich Oliver Samwer 2011 in einer Motivationsmail an Führungskräfte. Betreff: „When is it time for blitzkrieg“. Darin forderte er von Mitarbeitern Strategiepläne, „die mit eurem Blut unterschrieben“ sind, und gab Parolen aus wie: „Ich werde sterben, um zu gewinnen.“

Inzwischen begrüßt der Chef und Gründer des Berliner Onlinekonzerns Rocket Internet seine Aktionäre bei Hauptversammlungen im gediegenen Anzug samt Krawatte und gibt statt Kampfparolen PR-gestanzte Glattsätze aus: „Ich wünsche mir eine Politik, die mehr wirtschaftliche Dynamik schafft, indem sie die Rahmenbedingungen verbessert.“

Fast staatstragend wirkt der „Blitzkrieger“ von einst. Samwer ist älter geworden, was normal ist und nicht weiter tragisch wäre, wäre mit dem Gründer nicht auch dessen Geschäftsmodell in die Jahre gekommen.

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