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SAP Shareholdervalue statt Weiterbildung

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Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will weltweit rund 4500 Stellen streichen, in Deutschland mit fast 1500 Stellen sogar überproportional viele. Quelle: dpa

Der geplante Stellenabbau bei SAP zeigt: Die Führungskultur ist auch in vielen deutschen Unternehmen längst vom US-Kapitalismus geprägt.

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will weltweit rund 4500 Stellen streichen, in Deutschland mit fast 1500 Stellen sogar überproportional viele – rund sechs Prozent der hiesigen Belegschaft von derzeit 26.000 Beschäftigten. Knapp eine Milliarde Euro hat Unternehmenschef Bill McDermott auf die Seite gelegt, um Mitarbeiter mit großzügigen Abfindungen in den Vorruhestand zu schicken oder sie zum freiwilligen Abschied zu bewegen.

Das Beispiel SAP zeigt: Die Beteuerungen vieler Manager, wegen des demografischen Wandels händeringend Fachkräfte zu suchen, sind bloß Sonntagsreden. SAP begründet den Schritt unter anderem mit dem schnellen technologischen Wandel; in Zukunftsfeldern wie künstlicher Intelligenz oder der Blockchain suche das Unternehmen weiter nach Experten. Warum investiert McDermott dann nicht in die Weiterbildung seiner Beschäftigten? Weil die Führungskultur in vielen deutschen Unternehmen längst amerikanisch geprägt ist. Statt Weiterbildung zählt ein knallhartes Shareholdervalue-Denken.

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