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Sexistisches Manifest Google, wir müssen reden

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Ein Google-Entwickler schreibt ein sexistisches Manifest und fliegt raus. Gut so? Nein. Unternehmen müssen krude Debatten aushalten.

Google-Hauptquartier in Mountain View Quelle: AP

Manches muss man zum Glück nicht mehr diskutieren. Dazu gehört die Frage, ob Frauen seltener Chef werden, weil sie biologisch nicht dafür geschaffen sind. Dennoch ist diese Debatte gerade wieder entbrannt. Schuld daran ist ein antifeministisches Manifest, das ein Google-Entwickler veröffentlicht hat. Auf zehn Seiten dröselt ein Mann namens James Damore vermeintliche Gründe auf, warum es so wenige Frauen in der Techbranche gebe.

Schuld sei nicht die Dominanz der Männer, sondern die Gene der Frauen, argumentiert der Herr. Sie hätten schlicht mehr Angst, seien weniger stressresistent und interessierten sich ohnehin zu viel für andere Menschen. Das hatte Folgen, aber wohl andere, als von Damore erhofft. Google-Chef Sundar Pichai unterbrach seinen Urlaub, um den Entwickler zu entlassen. Teile des Manifests, sagte Pichai, verstießen gegen interne Verhaltensregeln und überschritten eine Grenze, da sie verletzende Geschlechter-Stereotypen verbreiteten.

 
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