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Smartphone-Anwendungen Wie Apps zu einem Milliarden-Markt wurden

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Auf dem Display eines Apple iPhone 6 sind Symbole verschiedener Apps zu sehen. Quelle: dpa

Zehn Jahre nach dem Start des ersten Marktplatzes für Smartphone-Anwendungen boomt das App-Geschäft – bis 2022 klettern die Umsätze in dreistellige Milliarden-Höhe. Die Gewinner dieses Trends sind durchaus überraschend.

Ende der vergangenen Woche ist er zehn Jahre alt geworden, der jüngste Milliarden-Markt der IT-Branche. Die Rede ist vom App-Geschäft, oder genau genommen: vom App Store, dem ersten Marktplatz für Smartphone-Anwendungen, den Apple Anfang Juli 2008 mit gerade einmal 500 Apps für sein iPhone gestartet hat.

Seitdem ist der Markt geradezu exponentiell gewachsen. Zwar ist der im gleichen Jahr gestartete Play Store von Google für sein Smartphone-Konkurrenzsystem Android mit inzwischen mehr als 3,8 Millionen verfügbaren Apps fast doppelt so groß wie der App Store von Apple mit zwei Millionen Apps.

Auch bei der Zahl der von den Nutzern heruntergeladenen Apps ist Google auf den ersten Blick weit enteilt: Laut jüngst vom amerikanischen Marktforscher App Annie veröffentlichten Zahlen gingen 70 Prozent der App-Downloads auf das Konto des Play Store von Google, während Apple nur noch 30 Prozent auf den App Store vereint.

Die populärsten deutschen Bezahl-Apps
PaydirektPaydirekt wurde mit viel Getöse präsentiert. Deutsche Banken und Sparkassen haben Paydirekt aus dem Boden gestampft, um dem übermächtigen Konkurrenten Paypal etwas entgegen zu halten. Seit 2017 gibt es die Mobile-Payment-App, die P2P-Überweisungen ermöglicht. Bis zu 250 Euro können die Nutzer der App in Echtzeit überweisen. Doch die Zusammenarbeit zwischen den Banken schien nicht so harmonisch zu laufen, wie es dargestellt wurde. Denn die Sparkassen entzogen sich dem Projekt. Mit „Kwitt“ haben sie eine eigene Mobile-Payment-App im Portfolio, die sie vermarkten wollen. Quelle: www.paydirekt.de
KwittDie Sparkassen-App ist für Mikrobeträge gedacht. Nutzer der App können Beträge bis zu 30 Euro ohne Angabe der TAN überweisen, auch an Personen aus der Kontaktliste, die Kwitt nicht nutzen. Allerdings wird es danach etwas kompliziert. Denn der Empfänger erhält eine App, in der aufgefordert wird, einen Link anzuklicken und auf der aufgerufenen Website seinen Namen und die IBAN anzugeben. Diese Daten werden an den Versender des Geldes geschickt, der die Überweisung freigeben kann. Eine Rücküberweisung ist nicht möglich.
CringleDas DKB-Angebot Cringle ermöglicht Überweisungen bis zu 250 Euro im Monat. Der Transaktionsablauf ist identisch mit dem der Sparkassen-App Kwitt. Fast vier Millionen Euro wurden bereits über die P2P-App überwiesen. Quelle: www.dkb.de
Lendstar120.000 zählt die App Lendstar. Auch für diese App gilt: Sie bietet ähnliche Funktionen an, wie die Konkurrenz. Einen Grund Lenstar, statt Kwitt, Paydirekt oder Cringle herunterzuladen erschließt sich den Kunden nicht. Quelle: www.lendstar.io
TabbtMit Sicherheitsversprechen versucht die Mobile-Payment-App Tabbt Nutzer zu locken. Auf der Website ist von einem „einzigartigem Sicherheitskonzept“ die Rede. Bankdaten müssten zwar in der App angegeben werden, diese würden allerdings verschlüsselt und lokal auf dem Smartphone gespeichert werden. Mehr als ein Zahlungsdienstleister ist Tabbt aber nicht. Genau hier sieht Payment-Experte Klotz ein Problem. Denn Mobile-Payment löse ein Problem, das es nicht gebe. Quelle: www.tabbt.com
MoneybeamDie Internetbank N26 bietet mit Moneybeam eine eigene Mobile-Payment an. Anders als bei Kwitt & Co. können N26-Kunden untereinander bis zu 1000 Euro täglich überweisen. Überweisungen an andere Bankkonten sind auf 100 Euro täglich limitiert. Quelle: next.n26.com
Payback PayIn erster Linie sammeln Kunden mit Payback Punkte. Mit der App können sie ihre Ware auch bezahlen. Wenn Kunden das mobile Bezahlen als erweiterte Funktion wahrnehmen, hätte es bessere Chancen sich zu etablieren, glaubt Payment-Experte Maik Klotz. Quelle: payback.de
 
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