Tools gegen Smartphone-Sucht "Apps funktionieren wie Glücksspielautomaten"

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Wie das Silicon Valley uns zu Süchtigen macht und wir uns befreien können. Quelle: Illustration: Nate Kitch

Das Silicon Valley hat die Menschen zu Smartphone-Süchtigen gemacht. Nun ziehen einige Entwickler in den Befreiungskampf und attackieren damit das Geschäft der Techgiganten.

Benjamin Grosser hat ein Werkzeug gebaut, um die Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie auszuhebeln. Jene Mechanismen also, die die Technologiekonzerne perfektioniert haben, um die Menschen als Kunden so lange wie möglich an Bildschirme und Smartphones zu fesseln, sie auf ihren Internetseiten zu halten – und das große Geld zu machen.

Grossers Computerprogramm lässt sich wie ein Filter über Facebook legen. Wer es installiert, sieht nicht mehr, wie viele Likes oder Shares ein Kommentar erhalten hat. Nicht, wie viele Nachrichten eingegangen sind, seit er zuletzt eingeloggt war. Und auch nicht, wie alt ein Post ist. Grosser nennt sein Werkzeug Demetricator. „Es ist nicht wichtig, ob mein Freund vor 29 Sekunden eine Banane gegessen hat oder vor 48 Sekunden. Aber Facebook macht mich glauben, dass das wichtig wäre, um mich an sich zu binden.“

 
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