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Abbruchunternehmer Hagedorn Viel Kohle mit dem Kohleausstieg

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Abriss des Knepper Kraftwerks in Castrop-Rauxel durch die Firma Hagedorn

Der Mittelständler Hagedorn will vom Kohleausstieg profitieren. Er hat ein stillgelegtes Kraftwerk abgerissen, um Platz für einen neuen Gewerbepark und Logistiker zu schaffen. Ein Geschäft mit Zukunft.

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Thomas Hagedorn bahnt sich den Weg durch knöcheltiefen Schlamm, vorbei an Turbinenteilen, Holz und Dachpappe. Der Wind weht eisig, Hagedorn zieht die gelbe Weste um seinen dunklen Wollmantel enger, klopft Lehm von seinen Sicherheitsschuhen ab und zeigt auf die Betonwand des Kühlturms. Die ist mit Einschlägen durchsiebt, ebenso wie der Schornstein und das Kesselhaus der Industrieruine. „Das sind Sprenglöcher“, erklärt Hagedorn. „Die werden jetzt mit Dynamit gefüllt.“

Mittlerweile ist die Sprengung des Kraftwerks erfolgt, alles verlief nach Plan: An diesem Sonntag haben rund 250 Kilo Sprengstoff die ganze Anlage in die Luft gesprengt. Mit ihr fiel ein Stück deutscher Industrie- und Energiegeschichte. Vom in den Jahren zwischen 1951 und 1971 errichteten Kohlekraftwerk Gustav Knepper blieben nach der Sprengung 28.000 Tonnen Metall und Bauschrott übrig. Hagedorn hoffte vorher auf schlechtes Wetter: „Mit Regen hätten wir weniger Staub“, sagt er. Daraus wurde nichts: Sonnenschein und blauer Himmel begleiteten die Sprengung.

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