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Handwerk Der Kunde ist nicht länger König

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Handwerk: Debatte über Umgang zwischen Auftraggeber und -nehmer Quelle: Fotolia

Seitdem der Fall eines niederbayerischen Fliesenlegers populär wurde, der nicht mehr für Ingenieure und Professoren arbeitet, debattiert das deutsche Handwerk: über Arroganz, Aggression und Arbeitsmoral. Das wurde offenbar auch Zeit.

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Die Entscheidung des Fliesenlegers Michael Schmiedl aus dem niederbayerischen Riedenburg war klar. Der Unternehmer hatte genug – von säumigen Zahlern, arroganten Kommentaren, hochnäsigen Emails. Er griff zu Tastatur: „Wir arbeiten nicht für Ingenieure, Doktoranden, Professoren der Firmen Audi und Siemens“, schrieb er. „Sollten sie zu o.g. Personengruppe gehören, sparen Sie sich (und uns) das Verfassen von E-Mails. Ausschluss bedeutet Ausschluss.“ Seine „Altmühltaler Fliesenverlegung gebe es künftig „… nicht mehr für Besserwisser“, tippte er auf die Homepage seiner Firma. Das war im Oktober 2016. Und danach geschah: nichts.

Erst jetzt, mehr als zwei Jahre später, lassen den 36-jährigen diese Zeilen über Nacht berühmt werden. In sozialen Netzwerken wird seine Botschaft sekündlich geteilt, Journalisten, Kunden und Freunde schreiben ihm tausendfach Briefe und Emails. Über 3000 Zuschriften seien inzwischen bei ihm eingegangen, sagte Schmiedl kürzlich der „Augsburger Allgemeinen“ – die meisten davon positiv.

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